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Bizim Beatz

Gala der Solidarität


Fr 1

März

2019

Einlass: 19:00

Beginn: 20:00

Bizim Kiez lädt ein zur ‚Gala der Solidarität‘ zur Verteidigung unserer Pressefreiheit gegen die Angriffe der Immobilienwirtschaft: Verdrängung und Verdrängende beim Namen nennen, das Recht auf Stadt feiern!

Mit Kieztombola, Karaoke und Yansn (Rap), Egotronic (Ravepunk), Jens Friebe (IndieGlamChanson), Wonderska (SkaSkaSkandal), Pastor Leumund & Mittekill (HypnoHop), Die Tsootsies (global battle bass), Pingustan (Pinguin-Brass), Christiane Rösinger (Galaistin), Kleinkariert (Kiez!), Beatyov (Rap), T Ina Darling (dj set against gentrification) und sogar noch mehr Musik.
Dazu René Marik mit De Maulwurfn (ZeHage? Puppenspiel!), Castellers de Berlín („Bauen, bauen, bauen?“ Schlösser der Solidarität!), Maik Martschinkowsky (Die Lesedüne), Die Gorillas (Improtheater), Infostände, Essen, und hoffentlich Ihr. Wir starten PÜNKTLICH!

Es ist mal wieder Zeit für eine richtige Kiez-Sause: Wenn die Immobilienwirtschaft die unbequeme Öffentlichkeitsarbeit für unser aller ‚Recht auf Stadt‘ mit Klagen angreift, dann feiern wir zurück! Mit Rhymes und Rave, Trompeten und Tombola, Chansons und Castells, Krach und Karaoke, Maulwurfn, Pinguinen und Gorillas.
Und nebenbei ist das die schönste Form solidarischer Unterstützung: Wir brauchen Geld für Anwalts- und Gerichtskosten, denn wir wollen weiterhin in Wort und Tat gegen die Machenschaften skrupelloser Immobilienfirmen aktiv sein. Sie greifen unsere unbequeme Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit immer wieder mit Klagen an. Der Kostendruck soll uns mundtot machen.

Doch wir wollen mit Eurer Unterstützung die Pressefreiheit eines engagierten Bürger*innenjournalismus, u.a. auf www.bizim-kiez.de, verteidigen. Damit wir weiterhin Verdrängung und Verdrängende beim Namen nennen können. Damit wir auch zukünftig als Mieter*innen einander über die Geschäftspraktiken unserer Vermieter*innen informieren können.
Spenden wollen wir zudem für Prozesskosten der #besetzen-Kampagne, dank der diesen Sommer die Frage „Was tun gegen die Wohnungskrise?“ in aller Munde war.
Riesendank an die großartigen solidarischen Künstler*innen sowie an die Teams von Festsaal Kreuzberg und Lido Berlin für die Unterstützung!

Eintritt Spendenempfehlung: 7-15€ nach Selbsteinschätzung

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Was macht Bizim Kiez und warum brauchen wir Geld?

Bizim Kiez („Unser Kiez“) engagiert sich seit Mai 2015 als Nachbarschaftsinitiative gegen Verdrängung und den Ausverkauf der Kieze durch eine spekulative Immobilienwirtschaft. Wir machen den sogenannten „Investoren“ Druck, veröffentlichen Beiträge über ihre Machenschaften und Methoden auf unserer Website www.bizim-kiez.de und auf Social Media, ergreifen Partei und helfen dabei, die Betroffenen zu vernetzen und zu verteidigen. Wir fordern politische Konsequenzen, um der Willkür der Immobilienwirtschaft ein Ende zu setzen, und bieten Mieter*innen und Journalist*innen gut (und in ehrenamtlicher Arbeit) recherchierte Informationen von anerkannt hohem journalistischem Standard.

Das schmeckt natürlich nicht allen: Immobilienfirmen und Hauseigentümer fürchten unsere Arbeit und das schlechte Image, das sie durch unsere Aufdeckungen bekommen könnten. Sie wollen verhindern, dass wir über ihre Aktivitäten berichten. Deshalb wurden wir, wie andere Initiativen auch, immer wieder mit Unterlassungsklagen von teuren Medienanwälten überzogen. Jede noch so kleine Ungenauigkeit wurde zum Anlass genommen, um Berichterstattung über ihre zahlungskräftigen Auftraggeber zu verhindern. Unter diesem Kostendruck steht nicht nur unsere konkrete kritische Öffentlichkeitsarbeit auf dem Spiel, sondern auch die Pressefreiheit jedes engagierten „Bürger*innen-Journalismus“, der sich in berechtigtem öffentlichem Interesse mit einer skrupellosen Immobilienwirtschaft anlegt. Wir lassen uns nicht mundtot machen! Mit eurer Unterstützung wollen wir unsere Presse- und Informationsfreiheit gegen deren Angriffe verteidigen – und auch zukünftig die Dinge beim Namen nennen.

Ein Beispiel: Uns wurde in einem Text mit hunderten Details über die skandalösen Praktiken eines „Investors“ eine einzige fehlerhafte Benennung einer GmbH vorgeworfen – gleich mit einer „einstweiligen Verfügung“. Wir schrieben die Handlung einer der durchnummerierten BOW GmbHs zu, aber die verdrängende Gesellschaft war eine BOW GmbH mit einer anderen Nummer. Natürlich steht hinter der einen wie der anderen GmbH die immer gleiche Muttergesellschaft und derselbe Geschäftsführer (Andreas Bahe). Außerdem gab es noch weitere nummerierte BOW-Gesellschaften (inzwischen sind sie übrigens alle an die Deutsche Wohnen AG verkauft worden). Gegen solche absurden Sachen müssen wir uns dann verteidigen – Strafandrohung in diesem einen Fall war allein: 5.000 €!