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20 Jahre Britta

Best of Britta • Support: Mondo Fumatore


Do 11

Oktober

2018

Einlass: 19:00

Beginn: 20:00

Support: Mondo Fumatore

Anfang des Jahres 1997 trafen sich Britta Neander und Christiane Rösinger, die ja bei den Lassie Singers schon zusammen musiziert hatten, in einem Club in Mitte auf die Bassistin Julie Miess und beschlossen die Band Britta zu gründen. „Kuschelriot aus Berlin“ lautete die erste Britta-Parole; melancholischer Aufruhr als erwachsene Ergänzung der zornigen Riot Grrl Bewegung.

Britta bestachen dabei schon in ihren frühen Tagen durch ein dramatisches Schlagzeug, das mit harmonisch gegenläufigen Bassmelodien, einer puristischen Gitarre und einem lyrischen Alt verwoben wurde. Die daraus entstandenen Songs behandelten allgemein philosophische Themen, hießen „Ich bin 2 Öltanks“, „Irgendwas ist immer “ oder „Kuschelrock“. Das Erstlingswerk „Irgendwas ist immer“ erschien 1999 auf dem hauseigenen Label Flittchen Records und von da an gab es hunderte Konzerte und viele Touren durch sämtliche Clubs zwischen Basel, Flensburg und Wien. Auf der legendären „Stolz und Vorurteil“ -Tour zum gleichnamigen Flittchen Records -Sampler bereisten Britta zusammen mit Lali Puna, TGV, Bernadette Hengst, Vermooste Vloten und Art of Kissing weiter die sogenannten GAS-Staaten. Barbara Wagner übernahm die zweite Gitarre und in der neuen Viererbesetzung begleitete man Blumfeld auf deren „Old Nobody“ Tour. Zu „Kollektion Gold, für viele Fans das beste Album der Band, kamen Keyboarderin Rike Schuberty und Herman Herrmann an der Gitarre hinzu.

Das Jahr 2003 begann sehr gut für Britta. Beim traditionellen Neujahrskonzert in der ausverkauften Volksbühne in Berlin spielten sie zum ersten Mal ihre neuen Songs. Wenige Tage später ging es dann wieder nach Frankreich   ins Blackbox Studio, das dritte Album aufnehmen. René Pollesch wurde beim Neujahrskonzert auf Britta aufmerksam, einige Britta-Stücke liefen als Zwischenmusik in seinen Theaterstücken. In seiner Theater- Fernsehserie „24 Stunden sind kein Tag“ spielt Britta den Titelsong, kommentieren Britta Songs die Handlung. Die Clubtournee zur neuen Platte stand an, Blumfeld hatten Britta wieder als Supportband eingeladen. Schlagzeugerin Britta wollte keine großen Tourneen mehr mitmachen und so wurde Sebastian Vogel von der Gruppe Kante   als Aushilfsschlagzeuger engagiert.

Die Jahre 2004 und 2005 brachten großes Unglück. Flittchen Records und Britta verlieren durch die Firmenpleite des EFA-Vertiebs die gesamten Einnahmen ihres Albums.
Am 14. Dezember 2004 stirbt Schlagzeugerin Britta Neander an den Folgen einer Herzoperation. Zum Gedenken an Britta Neander, und um sich vom Schicksal nicht ganz geschlagen zu geben, macht die Gruppe Britta weiter und behält den Bandnamen bei. Sebastian Vogel wird Britta Schlagzeuger, aber auch Jens Friebe und Andreas Spechtl sind manchmal mit von der Partie.

2018, viele Jahre später, haben die Musikerinnen von Britta längst andere Jobs, Berufe, Bands, Soloprojekte und sind immer noch befreundet – auch wenn sie nicht mehr zusammenspielen. Und schwärmen immer wieder davon, wie schön die Britta Konzerte und die Touren waren!  Es bleiben nicht nur die Erinnerungen sondern erstaunlich viele Hits („Dj Holzbank“, „Wer wird Millionär?“, „Ho Chi Minh“, „Ich bin zwei Öltanks“, „Depressiver Tag“, „Büro, Büro“, „Mondgesicht“, „L****“, „Flyer“) und Fans zurück, die nach einem Britta Konzert fragen.

Im Januar 2018 sitzen sie wieder zusammen und jemand singt das Britta -Lied:

Wir sind Britta und wir hören nicht damit auf…

Und man rechnet und kommt auf 2O Jahre Bandgeschichte und spricht darüber, dass es 2018 immer noch hauptsächlich Bands mit Jungs gibt und eine Band wie Britta fehlt.

Und der alten Riot Grrl Gestus kommt wieder durch: Fuck You!

Wir machen eine Best of Britta und wir gehen auf Tour

Wir sind nicht bei Rock am Ring und nicht bei Rock am See,

Wir wollen da gar nicht hin und es tut auch nicht mehr weh.

Wenn ich mich so umschau, sowieso Bands mit Jungs

und die wollen ja keine Veränderung…

Doch wenn der Raps dann an der Autobahn so unnatürlich blüht,

Sind wir doch wieder unterwegs Jahr für Jahr und Lied um Lied.

Wir sind Britta und wir hören nicht damit auf

Und wenn die ganze Welt sich für kleines Geld verkauft.

Wir sind weit vorn und sieht es auch nicht so aus:

Wir sind Lichtjahre voraus!